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Order of the Arrow

Unsere Tage im Sommercamp der Scouts of America gehen langsam dem Ende entgegen. Das Wetter war bislang ein Wechselspiel der Extreme: Von Sonnenbrand in der schwül-heißen Sonne, bis zu sinnflutartigen Regenfällen die den Zeltplatz in eine See- und Flußlandschaft verwandelten, war alles dabei.

Wir haben uns richtig gut mit den Scouts hier angefreundet, daher durften wir gestern auch bei einer besonderen Zeremonie zuschauen. Bei „Order of the Arrow“ werden in einer feierlichen Atmosphäre und untervindianischen Einflüßen Scouts aus ihren Troops ausgewählt und für würdig ernannt. Diese verbringen die Nacht dann alleine mit einem Lagerfeuer in den Wäldern um in sich zu gehen. Obwohl wir nichts vergleichbares in der deutschen Pfadfinderei gefunden haben, war es eine große Ehre für uns sowas miterleben zu dürfen. So ist doch schließlich für jeden Boyscout eine sehr große Ehre.

Von uns verbrachte natürlich keiner die Nacht im Wald, dafür manche aber in einem Stelzenhaus am Ufer des Sees mit fantastischer Aussicht. Doch auch wir bringen eigene Ideen und Traditionen hier ein. So kennen (und lieben) die Amerikaner nun Spiele wie „Kennt ihr schon den Labadu“ oder „Pferderennen“. Heute wurde auch anläßlich des letzten Tages unser Banner und die Weltbundlilie gehisst.

Zum Abschied gibt es heute Abend einen Party-Abend mit Musik der 80er und 90er Jahre. Wenn die Gastfreundschaft und Fröhlickeit der Pfadfinder hier weiterhin anhält – und davon ist auszugehen – sollte auch das ein super Abend werden :-).

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Superaffengeil

Nun sind wir schon seit ein paar Tagen auf der Swift Base und haben uns inzwischen schon sehr gut eingelebt und angepasst. Jeden Morgen um kurz vor acht wird die Flagge gehisst, selbstverständlich in Kluft und Halstuch. Danach gibt es eine der insgesamt 3 Mahlzeiten am Tag: Immer recht viel, kalorienreich, aber meistens auch sehr lecker.
Typisch amerikanisch eben. Jedes Essen ist hier auch sein eigenes Highlight. Mal steht das Mittagessen unter einem Superheldenmotto oder zum Abendessen kommt Luke Skywalker persönlich zum Star Wars Dinner vorbei.

Damit wir nicht alle in 3 Kleidergrößen größer wieder nach Deutschland kommen nehmen wir von morgens bis abends an vielen Aktivitäten teil. Und da ist dann wirklich was für jeden was dabei, von Hochseilgarten über Wasserski bis zum Zeitmanagement Training.

Als deutsche Gruppe sind wir hier auch eine kleine Sensation. Unsere Morgen- und Abendrunden werden stets mit interessierten Blicken begutachtet und wir mussten schon viele Fragen zu unseren Kluften und unserem Pfadfinderleben beantworten. Einen Abend haben wir die Gitarre ausgepackt und unsere Partnergruppe zum Lagerfeuer eingeladen. Im Gegenzug haben diese uns mit geschmorten Marshmallows mit Schokolade zwischen zwei Keksen versorgt. Obwohl die amerikanischen Boyscouts zunächst etwas verwundert über unsere Art eines Lagerfeuerabends waren wurde das Eis schnell gebrochen und jeder kam mit jedem ins Gespräch. So kam es, dass wir am Abend danach schon viel vertrauter am Lagerfeuer saßen und viele interessante Gespräche geführt wurden.

Doch auch die Leute vor Ort nehmen viel von uns mit, so haben wir ihnen zum Beispiel schon das Wort „Superaffengeil“ beigebracht!

So viel für heute, jetzt müssen wir schnell unsere Schwimmsachen holen und dann geht’s ab in den Wasserpark am See mit Lianen und Rutschen.

Bis die Tage,
Kristof und Lena

Categories: Auf Fahrt

Start des Sommer-Camps

Wir sind angekommen auf der S-F Scout Ranch in Missouri. Das Gelände ist so riesig, dass man vom Eingang bis zum eigentlichen Platz noch mal bestimmt 20 Minuten mit dem Auto unterwegs ist. Insgesamt gibt es hier sogar 4 Plätze.

Wir zelten mit ein paar hundert anderen Boy und Girl Scouts aus Missouri und Texas auf der Swift Base. Ein Gebiet das 4 Camping Areas, ein großes Haupthaus mit Küche für die Mahlzeiten, Zugang zum Nim See und eine eigene Pferderanch umfasst.

In den nächsten Tagen werden wir hier viele Aktivitäten wie Reiten, Schwimmen oder auch Wasserski unternehmen können. Nach dem gemeinsamen Fahnenappell gab es dann erstmal das erste Abendessen hier. Hier läuft alles ein bißchen aufgedrehter ab. Die Brötchen und Eiscreme wird einem zugeworfen und wenn man einen Nachschlag will, wird die 2. Runde mit einem Gong eingeläutet.

Trotz dieser und vieler anderer Unterschiede zwischen den deutschen und amerikanischen Pfadfindern ist eins doch immer gleich: Am ersten Abend gibt es Nudeln mit Soße ;-).

 

Categories: Auf Fahrt

Summer Camp auf der S-F Scout Ranch

Am Anfang unserer Reise werden wir direkt an einem Highlight teilnehmen. Zusammen mit unserer Partnergruppe – dem Boy Scout Troop 997 – nehmen wir an einem Summer Camp in der Nähe von Farmington/Missouri teil.

Der Pfadfinder-Zeltplatz heißt S-F Scout Ranch oder im Slang für Eingeweihte oft auch nur „S Bar F“ genannt. Der Platz wird von den Boy Scouts des Bezirks Greater St. Louis Area Council verwaltet und gepflegt. Eröffnet wurde er bereits 1965, d.h. er wird dieses Jahr im September bereits 50 Jahre alt.

Mit 21 km² Gesamtfläche ist er riesig und übersteigt das DPSG Bundeszentrum Westernohe mit 0,13 km² und den gesamten Ort Westernohe mit 7,5 km² um Längen. Neben weiten Wiesen und Wäldern befindet sich auch der Nim See hier und der St. Francis Fluß fließt durch das Gelände.

Neben Schwimmen kann man natürlich viele weitere Aktivitäten auf dem Pfadfinderplatz durchführen: So gibt es dort z.B. Pferde, eine Schießanlage, Klettermöglichkeiten und sogar Baumhäuser. Viel Platz, Abwechslung und jährlich hunderte von US-Pfadfindern sind bestimmt die Dinge auf die man sich jetzt schon freuen kann.

Categories: Vorbereitung